Deutschlandfunk

Die thematischen Schwerpunkte des 1960 gegründeten Deutschlandfunk sind einerseits Informationen und Hintergrundberichte, andererseits kulturorientierte Sendungen. Tagsüber stehen vor allem tagesaktuelle Geschehnisse aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Vordergrund, während danach die Kultur (Musik, Hörspiele, Lesungen, Berichte über kulturelle Themen) das Programm bestimmt. Demzufolge ist der Musikanteil am Tage verhältnismäßig gering, während er abends und nachts sowie am Wochenende etwa die Hälfte der Sendezeit beträgt.

Im Kölner Funkhaus werden teilweise auch Sendungsbestandteile für „Deutschlandradio Kultur“ produziert. Das gesamte Programm des Deutschlandfunk ist frei von Werbung.

Nachrichten werden wochentags von 5:00 bis 18:00 Uhr zu jeder vollen und halben Stunde, in den übrigen Zeiträumen zur vollen Stunde gesendet, die anschließende Verkehrsfunksendung deckt das gesamte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ab. Wochentags sendet der DLF von 5:00 bis 9:00 Uhr das Nachrichtenmagazin „Informationen am Morgen“ mit Wortbeiträgen und Interviews von etwa fünf bis zehn Minuten Länge. Weitere Informationsmagazine sind die „Informationen am Mittag“ von 12:00 bis 13:30 Uhr, die „Informationen am Abend“ von 18:10 bis 18:40 Uhr und die Sendung „Das war der Tag“ von 23:10 bis 24:00 Uhr, eine aktuelle Zusammenfassung der Ereignisse des Tages. Der Sendung „Informationen am Abend“ folgt bis 19:00 Uhr die Sendung „Hintergrund“.Hier wird stets ein Thema der Zeitgeschichte ausführlich und analytisch abgehandelt.

Mehrmals täglich wird eine nationale und eine internationale „Presseschau“ mit Auszügen aktueller Kommentare erstellt. Die Informationen am Morgen gelten als Flaggschiff des Deutschlandfunks. Innerhalb dieser Sendung ragen die Hauptinterviews werktäglich gegen 7:15 Uhr und 8:15 Uhr als „Interview am Morgen“,

meistens telefonisch mit einem Politiker, besonders hervor. Diese Interviews sind häufig Gegenstand der tagesaktuellen Berichterstattung in den meinungsbildenden Medien. Seit der Einführung des öffentlich-rechtlichen Frühstücksfernsehens, das ebenfalls Liveinterviews bietet, hat die mediale Bedeutung des Interviews etwas abgenommen, es gilt aber aufgrund der exzellenten journalistischen Leistungen gegenüber seinem Fernsehpendant in Informationswert und Nachfragestil häufig immer noch als führend. Das Deutschlandradio, als den Deutschlandfunk betreibende Rundfunkanstalt, weist in seiner Selbstdarstellung darauf hin, dass seine Informationssendungen in Multiplikatorenkreisen (Journalisten, Entscheider in Politik und Wirtschaft) einen hohen Stellenwert besitzen, sehr beliebt sind und die Informationsprogramme der Landesrundfunkanstalten diesbezüglich in den Schatten stellen.

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